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Lebensraum – pädagogisch begleitet

Mit dem „Pädagogisch begleiteten Lebensraum“ wird Jugendlichen und jungen Volljährigen ein Apartment oder eine eigene kleine Wohnung zu Verfügung gestellt; hier werden sie in allen Fragen ihrer persönlichen Entwicklung und des Erwachsen- und Selbständigwerdens beraten, begleitet und praktisch unterstützt, so dass sie eigenständig außerhalb ihrer Herkunftsfamilie bzw. einer Einrichtung zurecht kommen und sich ihren Lebensraum aufbauen können.

Der Steckbrief

Einsatz

Dieses Angebot kommt für junge Menschen zwischen 16 und 20 Jahren in Frage, die nicht mehr in ihrer Familie und noch nicht allein leben können, die grundsätzlich aber eine altersentsprechende Reife mitbringen.

Zeitlicher Aufwand

Die Verselbständigungsmaßnahme läuft in der Regel zwischen 9 und 15 Monaten. In dieser Zeit finden etwa drei bis vier Mal wöchentlich Kontakte statt, die zwischen 1 und 2 Stunden andauern.

Ort

In der Regel treffen sich der Coach und der von ihm betreute junge Mensch in dessen Wohnung. Des Weiteren können die Treffen auch an allen im Zusammenhang mit eigener Lebensführung stehenden Einrichtungen/ Orten stattfinden, wie zum Beispiel Behörden, Schulen, Arbeitsstätten, Ärzten, Supermärkten, und so weiter…

Lebensraum in der Praxis

Der heute fast neunzehnjährige Peter beschreibt: „Nachdem meine Mutter gestorben war, kamen mein Vater und ich einfach nicht mehr miteinander klar. Irgendwann hat’s richtig geknallt. Meine Großeltern wohnen weit weg, ich hätte da hin gekonnt, dann wär’ aber meine Lehre futsch gewesen. Das Jugendamt hat mich dann unterstützt und ich konnte in eine Trainingswohnung einziehen. Ein paar Mal in der Woche kam dann mein Coach, der hat mir vieles gezeigt; ich hab auch mit ihm einen Putzplan und ein Haushaltsbuch erstellt. Wir waren auch gemeinsam einkaufen und mein Coach hat mir gezeigt, wie man richtig einkauft. Also, auf was man dabei alles achten muss. Bei allen Formularen hat mir mein Coach auch geholfen. Als ich ganz frisch in dem Apartment war, war das schon komisch für mich, so allein. Da fühlte ich mich anfangs schon ziemlich einsam. Und da war mein Coach auch für mich da. Den konnte ich auch mal so anrufen, oder wenn er da war, einfach mein Herz ausschütten – das hat auch geholfen! Irgendwann hat mein Coach gemeint, ich wär’ schon ganz schön weit, da haben wir dann angefangen nach einer eigenen Wohnung zu suchen und auch die ganzen Behördengänge und so gemacht. Und jetzt wohn ich in meinen eigenen vier Wänden. Mein Coach kommt jetzt nur noch ab und zu, aber er guckt noch nach dem rechten. Und ich hab dadurch auch noch etwas Sicherheit. Is’ wie ein Rettungsschirm, dann kann ich nicht so auf die Nase fallen.“