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Familienpflege

Familienpflege ist praktische Unterstützung im Alltag; in besonderen Belastungssituationen von Familien wird die Organisation bzw. Weiterführung des Haushalts übernommen, und die Kinder werden betreut und versorgt, so dass das Familienleben nach Überwindung der Notsituation wieder wie gewohnt weiter gehen kann.

Der Steckbrief

Einsatz

Familienpflege kommt in Familien mit Kindern zum Einsatz, wenn sich Mutter oder Vater aus gesundheitlichen oder anderen zwingenden Gründen (z.B. Entbindung, psychische Erkrankung, Suchterkrankung, unheilbare Erkrankung, Tod, Inhaftierung) nicht ausreichend um die Kinder kümmern kann.

Zeitlicher Aufwand

Der zeitliche Umfang richtet sich nach der Notlage; Familienpflege kann insofern einige Tage aber auch einige Wochen dauern, wobei die einzelnen Einsätze pro Tag zwischen 2 und 8 Stunden umfassen.

Ort

Familienpflege findet überwiegend im Haushalt der Familie statt, und es werden die notwendigen Wege außerhalb gemacht, wie z.B. Einkäufe, Kinder zum Kindergarten oder Schule bringen u.a.

Familienpflege in der Praxis

Familienpflege ist das „dienstälteste“ Angebot unserer Einrichtung und ein Herzstück unserer Arbeit. Familien in schwierigen Lebenslagen nicht allein zu lassen, war und ist uns ein Anliegen. Frau L berichtet dazu: „Als ich plötzlich ins Krankenhaus musste und mein Mann keinen Urlaub bekommen konnte, wussten wir nicht, wie das mit unseren 3 Kindern – 3, 6 und 8 Jahr alt – gehen sollte. Oma und Opa haben wir nicht in der Nähe und Nachbarn oder Freunden kann man das ja auch nicht zumuten. Da hörten wir von Familienpflege und haben bei der Krankenkasse einen Antrag gestellt. Und das war ein wahres Glück: der Coach kam 3 Wochen lang, täglich 6 Stunden von montags bis freitags und tat alles was getan werden musste, so dass alles fast wie gewohnt weiter lief. Die Kinder konnten in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und mussten für diese Zeit nicht woanders untergebracht werden. Auch der Haushalt kam nicht zum Erliegen, es wurde geputzt, gekocht und die Wäsche gemacht. Ich weiß nicht, wie wir das ohne diese Hilfe geschafft hätten.“