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Interaktives Elterntraining

Das interaktive Elterntraining ist sehr alltagsorientiert, es handelt sich um eine Art „Live-Coaching“ – das bedeutet, dass die Eltern in konkreten, insbesondere in den als problembehaftet erlebten Situationen direkt angeleitet bzw. „gecoacht“ werden.

Der Steckbrief

Einsatz

Das interaktive Elterntraining als Arbeitsmethode einzusetzen ist insbesondere dann sinnvoll, wenn die Familienmitglieder grundsätzlich in tragfähigen Beziehungen zueinander stehen und es darum geht, vorhandene Ressourcen zu aktivieren. Die Motivation der Eltern, eine Verbesserung ihrer familiären Situation zu erreichen, ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg der Methode. Es wird häufig im Rahmen einer SPFH oder Flexiblen Hilfe durchgeführt, kann aber davon unabhängig als separate Maßnahme angefragt werden.

Zeitlicher Aufwand

Die Hilfe ist kurzfristig angelegt, je nach Aufgaben und Zielen zwischen 3 und 6 Monaten; Kontakte finden ein bis drei Mal wöchentlich für eine Dauer von etwa 2 Stunden statt.

Ort

Die Hilfe findet dort statt, wo sich das Familienleben abspielt und die Probleme auftauchen: im Haushalt, in Freizeitsituationen, beim Einkaufen, auf dem Schulweg…

Das interaktive Elterntraining in der Praxis

Frau M. erzählt: „Ich wollte unbedingt mal eine entspannte Einkaufssituation mit meinem Sohn erleben. Vor Beginn des Elterntrainings war es immer ein Albtraum für mich, mit Marvin ins Kaufhaus zu gehen. Kaum waren wir da, wollte Marvin sich schon was aussuchen. Wenn ich dann ‚Nein‘ gesagt habe, gab es ein riesiges Theater – das war sowas von peinlich, dass andere mich dann angestarrt haben als wäre ich entweder eine Rabenmutter oder total unfähig. Am Ende bin ich mit Marvin gar nicht mehr in die Stadt gegangen. Aber das konnte ja auch nicht die Lösung sein. Als ich dann den Coach bekam, konnte ich ihm nicht nur von den Situationen erzählen, sondern wir sind zusammen losgegangen. Ich habe zeigen können, was so unlösbar für mich war und habe dann Tipps bekommen bzw. mir auch vormachen lassen, wie ich mich anders verhalten kann. Dass ich das Richtige wollte, war ja klar. Aber ich habe den richtigen Weg halt nicht alleine gefunden. Nach einigem Üben ging es dann immer besser. Auch andere Situationen, in denen ich mich als Mutter bis dahin hilflos fühlte, haben wir eingeübt und verändert – zum Beispiel Busfahren oder im Wartezimmer zu sitzen. Das hat wirklich was gebracht. Vor allem war gut, dass es nicht so ein ‚Blabla‘ war, denn damit kann ich nur wenig anfangen. Es wirklich in der Situation zu üben, das war der Trick!“